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Stücke

Eigene Stücke

2009

Musicalprojekt Neunkirchen
Stumm

Das – vorläufig 😉 – letzte Werk aus Martin Leutgebs Schaffensperiode in Neunkirchen.

Das Leben und Wirken des Carl Ferdinand von Stumm – der Stoff, aus dem Musicals gemacht werden sollten. Der große Hüttenbaron an der Saar, unter dessen Führung das Neunkircher Eisenwerk zu einem der wichtigsten Industriestandorte Deutschlands heranwuchs. Er war einer der bedeutendsten Männer seiner Zeit. Und einer der umstrittensten. In seinem Selbstverständnis eines Patriarchen sah er sich als eine Art Vater, der seine schützende Hand über seine Mitarbeiter hielt. Im Gegenzug erwartete er bedingungslose Treue und Gehorsam. Damit stand von Stumm auf der Schwelle zu einer neuen Ära, in der sozialistische Parteien und Gewerkschaften eine neue Zeit einläuteten. Der im auslaufenden monarchischen Zeitalter verhaftete Industrielle konnte diese Schwelle nicht mehr überschreiten.

„Stumm – das Musical“ taucht ein in diese Zeit Carl Ferdinands, zeigt einen Ausschnitt seines Lebens, in dem er einerseits auf der Höhe seiner Macht steht, sich jedoch andererseits mit den unübersehbaren Zeichen des Wandels auseinandersetzen muss. Die Story orientiert sich an historischen Fakten und Begebenheiten, die in fiktive Geschichten eingebettet sind. Der Zuschauer erlebt aber nicht nur den kompromisslosen Industriebaron, sondern auch einen Mann, der nach dem frühen Freitod des Vaters schon mit zwölf Jahren erwachsen werden musste. Der zwischen den Welten steht und unter seinem hohen Anspruch an sich selbst fast zerbricht.

Dabei vergisst er die Menschen, die ihn lieben. Seine Frau, die treu an seiner Seite steht, doch an ihrer Einsamkeit fast verzweifelt. Seine Töchter, die Kinder der neuen Zeit, die ihre eigenen Wege gehen wollen.

Parallel dazu spielen sich die Geschichten der Arbeiter ab – Menschen, aufgerieben zwischen harter täglicher Arbeit in der Hütte und der Suche nach ein bisschen Glück.
Da ist das junge Paar, das keine Heiratserlaubnis erhält oder die Ehefrau, die von Not getrieben in die Hände skrupelloser Hüttenmeister fällt. Berührende Schicksale, wie sie sich tatsächlich abgespielt haben könnten. Getragen wird das Ganze wieder von der kraftvollen und einfühlsamen Musik des bewährten Komponistenduos Andreas Puhl und Amby Schillo.

Die Stadt Neunkirchen wurde erst durch Carl Ferdinand von Stumm zu dem, was sie heute ist. Diese reale Geschichte macht „Stumm“ zu DEM Neunkircher Musical schlechthin. Die Geschichte und die zeitgenössischen Kostüme lassen diese in unserer Erinnerung verblasste Zeit der Neunkircher Hütte wieder auferstehen. Zeigen die Menschen der damaligen Zeit, wie sie gelebt und geliebt haben und auch gestorben sind. Und das an einem historischen Ort!

Ein Erlebnis mit Gänsehautgarantie.

Inhaltsangabe von Heike Sutor


2008

Staatstheater Stuttgart
Ritter Jan durch Blitz und Donner


2007

Musicalprojekt Neunkirchen
Lysistrate

Kampfeslust oder Liebesspiele?

Das ist hier die Frage, vor die Männer aus Athen gestellt werden. Beides ist nicht mehr drin, denn die Frauen haben endgültig die Nase voll vom jahrzehntelangen Kriegstreiben ihrer Gatten und greifen zu einer äußerst weiblichen List: Sie treten in den Sexstreik. Allen voran die schöne und mutige Lysistrate, die den Anblick von Witwen und Waisen in ihrer Heimat nicht mehr erträgt. Das starke Geschlecht fühlt sich in seiner Männlichkeit tief gekränkt und reagiert zunächst mit Trotz. Doch die Damen denken gar nicht daran, nachzugeben. Sogar einem romantischen Liebesangriff halten sie stand. Doch die Männer geben noch lange nicht auf und greifen zu allerlei Tricks, um die Herzen ihrer Ehefrauen doch noch zu erweichen. Wer wird diese außergewöhnliche Schlacht wohl gewinnen?

Der griechische Dichter Aristophanes lieferte im Jahre 411 v. Christus mit seiner Komödie „Lysistrata“ die Vorlage für die unterhaltsame Musicaladaption im Jahre 2007 n. Christus. Frisch und fröhlich kommt das Stück daher. Es macht Spaß, zu erleben, wie die Frauen von Athen mit einer sehr wirksamen Waffe versuchen, ihre Männer zum Frieden zu bekehren. Die verweisen gerne auf das Argument, den Krieg ja „im Namen der Götter zu führen“. Die mischen sich schließlich auch noch ein – in Form eines mordlüsternen Kriegsgottes und seines reichlich genervten Chefs Zeus. Mitten im Geschehen versuchen dann auch noch zwei schräge Vögel, ihres Zeichens Waffenhändler, Kapital aus dem Ganzen zu schlagen.

Die selbstkomponierte Musik lässt keine Wünsche offen – von gewaltigen Chorgesängen der kampflustigen Frauen und Männer, über fetzige Solonummern bis hin zu schmelzenden Balladen wird dem Musicalfan alles geboten.

Eine durchweg unterhaltsame Art, sich mit dem Thema Krieg auseinanderzusetzen – doch nicht  nur. Auch der kritische Gedanke klingt durch, denn Krieg gibt es immer noch und wird es wohl immer geben. Und allzu oft „im Namen Gottes“ – ein leider brandaktuelles Thema.

Inhaltsangabe von Heike Sutor


2004

Musicalprojekt Neunkirchen
Merlin, wir können auch anders

Wenn man sein Leben noch einmal leben dürfte – würde man wieder die gleichen Fehler machen? Oder sähe es beim zweiten Mal anders aus?

Eine der Grundfragen der menschlichen Existenz und auch der Kern der Geschichte um den Zauberer Merlin und seine Hexen, König Artus und die Ritter der Tafelrunde. Die alte Legende erhält hier von Martin Leutgeb ein neues Gewand. Sie erzählt von Liebe, Leidenschaft, Macht, Krieg und Tod, aber auch von der tiefen Menschlichkeit der Protagonisten, mit all ihren Ängsten, Wünschen und Hoffnungen, von Hass und Liebe.

Die Figuren sind aus der Welt der Mythen bekannt: Da ist Merlin, der geheimnisvolle Zauberer, der sich des jungen Artus annimmt und eine Schar schriller Hexen bändigen muss. Da ist die junge Guinevre, die Artus’ Frau werden soll, aber den strahlenden Ritter Lancelot liebt, der ihre Liebe erwidert. Mordred, unehelicher und ungeliebter Sohn von Artus, von Hass getrieben sinnt er auf Rache an Artus. Ritter Gawain, unerschütterlicher Freund an Artus’ Seite, der seine Treue mit dem Leben bezahlen muss … und so viele mehr.

Merlin – wir können auch anders, ein Musical, das von Helden erzählt, die so gar keine Helden sind, sondern ganz normale Menschen mit allen Facetten des Menschseins, Stärken und Schwächen, richtigen und falschen Entscheidungen.

Ihr alltäglicher Kampf spiegelt sich in der Geschichte wieder, und klingt in den durchweg eigenen Kompositionen in einer Mischung aus Rock, Folk und Klassik von Andreas Puhl und Amby Schillo.

Ein Musical, dessen atemberaubende Kraft begeistert. Eine Geschichte, deren Mischung aus Heldentum und allzu menschlicher Tragik zutiefst berührt. Ein König, der als Junge von dem Magier Merlin eine einmalige Chance erhält: einen Blick in seine Zukunft. Und die Frage: kann er sie beeinflussen?

Inhaltsangabe von Heike Sutor


Staatstheater Saarbrücken
Die dicke Prinzessin

Das Märchenbuch zum Stück Martin Leutgeb / László Varvasovszky
Plot und Theaterfassung Martin Leutgeb
Prosafassung und Illustrationen László Varvasovszky

Die dicke Prinzessin rief: “Ich will in einem richtigen Märchen vorkommen!” Aber niemand erzählte ein Märchen mit ihr als Hauptperson. Also nahm sie die Sache selbst in die Hand. Sie engagierte einen hölzernen Stock. Der war nicht bloß ein Stock, sondern der Knüppel aus dem Sack. Ein handfester Helfer, oder? Allerdings mit einem sehnlichen Wunsch: “Ach, dürfte ich doch nur ein einziges Mal nicht aggressiv sein.” Die dicke Prinzessin nahm auch einen angebissenen Apfel in ihr Märchen mit hinein. Dann legte sie los und erzählte ihr Märchen. Das hätte sie lieber nicht tun sollen …

[Nicht im Handel erhältlich. Bitte bei einem der Autoren bestellen]

www.grafodrom.net/


2003

Musicalprojekt Neunkirchen
The Casting

Jemand Besonderes sein – bewundert, geliebt, bejubelt. Die Bretter, die die Welt bedeuten versprechen die Erfüllung schillernder Träume von Berühmtheit, von Einzigartigkeit. Doch die Härte der Musikbranche ist eine Klippe, an der viele Sehnsüchte gnadenlos zerschellen. Doch davon ahnen die Teilnehmer eines Musik-Castings zunächst noch nichts. Sie folgen dem Lockruf der glitzernden Welt des Showgeschäfts, dem süßen Versprechen des Ruhmes. Ein neuer Star soll gefunden werden. Hunderte Männer und Frauen jeden Alters stellen sich der Herausforderung und treffen im Warteraum am Tag des Castings aufeinander.

Da sind zum Beispiel die jungen Paare Timo und Kim und Spike und Chiara, deren Liebe und Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Da ist die junge Kelly, die zwar nicht den Ruhm findet, dafür aber die Liebe. Da sind die Big-Spender-Girls, die auf Sex setzen, um den zynischen Musikproduzenten Ralf Dieter May zu überzeugen. Sie und noch viele andere treiben aus unterschiedlichen Richtungen in das Vorzimmer am Castingtag. Jeder mit einer anderen Geschichte, einem eigenen Schicksal. Doch sie alle verbindet der brennende Wunsch, ein neues Leben zu beginnen, sich als künftiger Star aus der Masse zu erheben. Ein Ringen um den Sieg beginnt, bei dem Masken fallen, Emotionen hochkochen, Ideale an der Realität zerbrechen. Ein Tag im Warteraum zum Erfolg, an dessen Ende für die meisten nichts mehr so sein wird wie es vorher war.

Inhaltsangabe von Heike Sutor


1997

Komödienspiele Porcia
Die Schöne und das Tier


1996

Stromboli Hall / Bierstindl
Ein Jedermann Filmerfahrung